Was Werder Bremen mit einem französischen Jugendaustausch zu tun hat

Ende Oktober diesen Jahres ist es wieder soweit: 60 jugendliche Gäste und ihre Begleiter aus Ecommoy in Frankreich werden in Stuhr Brinkum erwartet. Die französischen Jugendlichen sind von den gastgebenden Vereinen Brinkumer SV, FTSV Jahn Brinkum und Schützenverein Brinkum zu einer Woche Sport, Spiel und Spaß eingeladen. Für die Unterbringung der Gäste im Alter zwischen 13 und 17 Jahren werden noch Gastfamilien gesucht.

Nach dem Spiel ist vor dem Spiel. Dieser Satz hat gerade in der Sommerpause für den Fußball-Enthusiasten eine doch zumindest aufmunternde Wirkung, um sich mit dem Gedanken über Wasser zu halten, bis es endlich wieder losgeht – die neue Bundesligasaison. Während der regional überwiegend favorisierte Verein Werder Bremen aus der nachbarlichen Hansestadt mit seinem zehnten Tabellenplatz den Sack schon vor längerer Zeit zugemacht hat, konnte der Erzrivale aus Hamburg gerade noch von der Abstiegsschippe springen.

 

Was für den Fußballsport als alljährlich wiederkehrendes Ereignis gilt, hat auch Parallelen zu einer weiteren sportlichen Begegnung – der seit mehr als 30 Jahren bestehende Jugendaustausch zwischen den Gemeinden Stuhr im Landkreis Diepholz und Ecommoy in Frankreich.

Ende Oktober diesen Jahres werden wieder ca. 60 jugendliche Gäste und ihre Begleiter aus der Partner Gemeinde Ecommoy in der Nähe von Le Mans in Frankreich hier in Stuhr im Ortsteil Brinkum von ihren gastgebenden Vereinen Brinkumer SV, FTSV Jahn Brinkum und dem Schützenverein Brinkum erwartet. Eine Woche lang stehen sportliche Aktivitäten wie Fußball, Handball und kulturelle Aktivitäten auf dem Programm, die gemeinsam mit den Franzosen und den Gastfamilien bestritten werden.

Die Vorbereitungen sind auch schon voll im Gange. Hallenzeiten für die Aktivitäten in den ansässigen Sporteinrichtungen müssen organisiert werden. Der Bus, welcher für die Tagesfahrt in den Heidepark geplant ist, fährt nicht spontan von allein vor. Der Besuch im Weserstadion inklusive „Wuseum“ ist schon fix, jedoch die Anzahl der Gruppen steht noch zur Diskussion. Und für die Abschlussfeier darf auch mal an so profane Dinge wie Geschirr oder Pappbecher für den Kaffee gedacht werden. Kurzum, die Aufgaben im Komitee sind verteilt. Regelmäßig findet dazu einmal im Monat eine Sitzung statt, in der sich jeder einbringt, um auch an jedes Detail zu denken und den Aufenthalt der Gäste aus Ecommoy hier so angenehm und erinnerungsreich wie möglich zu gestalten.

Neben den Jugendlichen, die das erste Mal nach Deutschland kommen, sind aber auch Plätze für Diejenigen im Bus reserviert, die schon oft die hiesigen Gefilde besucht haben. Langjährige Freundschaften haben sich gebildet und das Lachen kommt nicht zu kurz über die eine oder andere Episode aus vergangenen Begegnungen. Ein Notebook ist schnell aufgebaut, Fotos werden auf einen nahestehenden Fernseher gebeamt und schon heißt es: „Weißt Du noch…?“ oder „Oh nein, wo habe ich denn hingeworfen?“ (die Kugel beim Boule-Spiel)
Erheiterung über den einen oder anderen Schnappschuss ist also vorprogrammiert. Viele Komitee-Mitglieder pflegen darüber hinaus den intensiven Kontakt über die sozialen Medien oder der privaten Fahrt ins 1100 Kilometer entfernte Ecommoy.

Um im Fußballsprech zu bleiben, kommen hier die Eckdaten für das einwöchige Turnier. Es werden für den Anstoß am 24.10.2015 noch Gast-„Stammspieler“ gesucht, die bis 30.10.2015 eine „Kabine“ zur Verfügung stellen. Wer also in den Gemeinden Stuhr oder Weyhe (oder auch weiter „buten“) als Gastfamilie einen oder mehrere französische Jugendliche im Alter von 13 bis 17 Jahren aufnehmen möchte, möge sich bitte telefonisch an Stefan Hoyer, 0421/80 91 432 oder per Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! wenden. Ca. vier Wochen vor dem einwöchigen Gastspiel wird zu einem Infoabend eingeladen. Wann und wo dieser stattfindet, wird rechtzeitig auf der Homepage hier bekannt gegeben.

Und eines sei versprochen: Im Gegensatz zur Bundesliga, wo es immer einen Verlierer gibt, wird es hier in beiden Mannschaften – sowohl auf deutscher als auch französischer Seite – nur Gewinner geben!